In den vergangenen Jahren hatte ich an Heiligabend meist keine besonders weihnachtlichen Gefühle.
Doch dieses Jahr ist dies anders. Schon in den letzten Wochen freute ich mich auf diesen Tag und wenn ich eine schöne weihnachtliche Dekoration sah dachte ich nicht an Kitsch sondern es gefiel mir.
Was ist dieses Jahr anders?
Nun, zum einen war dieses Jahr beruflich für mich ein sehr anstrengendes. Eine neu eingeführte Anwendung bereitet uns Admins auf der Arbeit bis heute große Probleme und es gab deswegen ständig Kopfzerbrechen und einfach viel Arbeit damit. Da freut man sich natürlich wenn man nun den Kopf frei bekommt für alles was nicht mit der Arbeit zu tun hat.
Gesundheitlich gab es in der Mitte des Jahres einen kleinen Dämpfer der zum Glück nicht so schlimm war wie zunächst befürchtet. Trotzdem brachte er mich dazu in mich zu gehen und zu überlegen was für mich wichtig ist und welches meine großen Steine sind (was ich damit meine steht weiter unten). Als Resultat dieses Nachdenkens hörte ich mit dem Spielen von HdRO auf und schloß auch meine erfolgreiche Fanseite Morthond.de.
Heute, mit etwas zeitlichem Abstand betrachtet, die beste Entscheidung seit langem. Dadurch ist wieder viel mehr Zeit für andere Dinge übrig und ich empfinde wieder mehr innere Ruhe und Gelassenheit.
Privat erweist sich wiedermal wie gut einem eine intakte Partnerschaft tut. Das weiß man besonders zu schätzen wenn man gute Freunde sieht die alleine sind und Aufgrund einer schweren Erkrankung einen Partner gut gebrauchen könnten, auch wenns nur mal die Schulter zum anlehnen ist die dann fehlt.
Ich werde mit meiner Partnerin Weihnachten ganz besinnlich und ohne Stress verbringen.
Ich wünsche euch allen schöne Weihnachten, vor allem Gesundheit und das Glück, Menschen um euch zu haben die euch lieben.
Zum Nachdenken eine kleine Geschichte an die ich mich gerade an Weihnachten gerne erinnere, und die sehr schön aufzeigt was viele von uns, ich auch schon, im Leben aus den Augen verloren haben.
Die großen Steine zuerst …..
Eines Tages wurde ein alter Professor einer berühmten Verwaltungsakademie gebeten, für eine Gruppe von Chefs großer Unternehmen eine Vorlesung über sinnvolle Zeitplanung zu halten.
Diese Vorlesung war eine von fünf Veranstaltungen ihres eintägigen Lehrgangs.
Der Professor hatte daher nur eine Stunde Zeit, sein Wissen zu vermitteln.
Zuerst betrachtete der Professor in aller Ruhe einen nach dem anderen dieser Elitegruppe.
Danach verkündete er: “Wir werden ein kleines Experiment durchführen.”
Er zog einen riesigen Glaskrug unter seinem Pult hervor und stellte ihn vorsichtig vor sich hin.
Dann holte er etwa ein Dutzend Steine, so groß wie Tennisbälle, und legte sie sorgfältig, einen nach dem anderen, in den großen Krug.
Als der Krug bis an den Rand voll war und kein weiterer Stein mehr darin Platz hatte, blickte er langsam auf und fragte die Teilnehmer: “Ist der Krug voll?”
Und alle antworteten: “Ja”.
Er wartete ein paar Sekunden ab und fragte: “Wirklich?” Dann verschwand er erneut unter dem Tisch und holte einen mit Kies gefüllten Topf hervor.
Sorgfältig verteilte er den Kies über die großen Steine, schüttelte ein wenig, und der Kies verteilte sich zwischen den großen Steinen bis auf den Boden des Krugs.
Der Professor blickte erneut auf und fragte sein Publikum: “Ist dieser Krug voll?”
Dieses Mal begannen die Teilnehmer, die Darbietung zu verstehen.
Einer von ihnen antwortete: “Wahrscheinlich nicht!” – “Gut!” sagte der Professor.
Er verschwand wieder unter seinem Pult, und diesmal holte er einen Eimer Sand hervor.
Vorsichtig kippte er den Sand in denKrug. Der Sand füllte die Räume zwischen den großen Steinen und dem Kies auf.
Wieder fragte er: “Ist dieses Gefäß voll?”
Dieses Mal antworteten die Teilnehmer, ohne zu zögern, im Chor: “Nein!” – “Gut!” sagte der Professor.
Und als hätten alle nur darauf gewartet, nahm er die Wasserkanne, die unter seinem Pult stand, und füllte den Krug bis an
den Rand.
Dann blickte er auf und fragte: “Was können wir Wichtiges aus diesem Experiment lernen?”
Die Teilnehmer dachten an das Thema der Vorlesung – es ging ja um sinnvolle Zeitplanung -, und einer antwortete: “Daraus lernen wir, dass, selbst wenn wir denken, dass unser Zeitplan schon bis an den Rand voll ist, wir – wenn wir es wirklich wollen – immer noch einen Termin oder andere Dinge, die zu erledigen sind, einschieben können.”
„Nein”, antwortete der Professor, “darum geht es nicht.
Was wir wirklich aus diesem Experiment lernen können, ist folgendes:
Wenn man die großen Steine nicht als erste in den Krug legt, werden sie später niemals alle hineinpassen.”
Es folgte ein Moment des Schweigens.
“Was sind die großen Steine in eurem Leben?
Eure Gesundheit? – Eure Familie? – Eure Freunde? – Die Realisierung eurer Träume? – Das zu tun, was euch Spaß macht? – Dazuzulernen? – Eine Sache zu verteidigen? – Entspannung? – Sich Zeit zu nehmen …? – Oder etwas ganz anderes?
Wichtig ist, dass ihr eure großen Steine zuerst in den Krug eures Lebens legt!”
Mit einem freundlichen Nicken verabschiedete sich der alte Professor und ging langsam
aus dem Saal.
(Quelle unbekannt)